Evaluation.
Programmevaluation: Effektgrößen, Wirkmodelle, methodische Sorgfalt.
7 Beiträge zum Thema Evaluation
chronologisch
- Ethik
Die unfeine Frage: Warum die Soziale Arbeit ihre Wirkung selten prüft
Die Berufsethik der Sozialen Arbeit zählt „Nicht schaden“ und „Effektivität“ zu ihren obersten Prinzipien, geprüft wird beides selten. Warum die Frage nach der Wirkung im Fach als unfein gilt, und warum sie zu stellen fürsorglich ist, nicht kalt.
- Prävention
Kleine Effekte, große Fragen: Was eine neue Metaanalyse über schulische Interventionen zur psychischen Gesundheit verrät
Eine Metaanalyse über 18 randomisierte Studien findet für schulische Programme zur psychischen Gesundheit nur einen Gesamteffekt von Hedges’ g = 0,068, bei universellen Angeboten noch kleiner. Liegt der Nutzen nahe null, wiegt jeder iatrogene Effekt schwer.
- Prävention
Primum non nocere: Wenn schulbasierte Mental-Health-Programme schaden statt helfen
Zwei Studien von 2025 zeigen, dass schulische Programme für die psychische Gesundheit auch schaden können: Ein Scoping Review fand bei methodisch strengen Studien 33 Prozent negative Ergebnisse, die AWARE-Studie höhere emotionale Belastung nach Programmende.
- Prävention
Was bleibt, wenn die Förderung endet? Nachhaltigkeit von Innovationen in Prävention und Gesundheitsförderung
Was bleibt drei Jahre nach dem letzten Förderbescheid? Implementationsforschung zeigt: Vollständige Verstetigung ist die Ausnahme, partielle Erosion der Normalfall. Nachhaltigkeit ist ein eigenständiges Ergebnis und am Ende eine Verteilungsfrage.
- Prävention
Warum Schulen an wirkungslosen Präventionsprogrammen festhalten – und wie De-Implementation gelingt
Sunk Cost, Status-quo-Bias, Geldgeber-Erwartungen: Warum Schulen wirkungslose und teils schädliche Präventionsprogramme weiterführen (Barrett et al., 2023) – und was die De-Implementation-Forschung über das geordnete Beenden weiß.
- Prävention
Die Grüne Liste Prävention: Ein Evidenzregister für wirksame Präventionsprogramme
102 wirksamkeitsgeprüfte Programme, drei Evidenzstufen, 88 Prozent anschlussfähig an die Kassenförderung nach § 20a SGB V: Was die Analyse von Brender et al. (2024) über die Grüne Liste Prävention zeigt – und wo Lücken bleiben.
- Prävention
Heterogenität in der Suchtprävention: Interaktionstypologie von Jugendlichen
Eine Typologie von Kröninger-Jungaberle und Schuldt unterscheidet acht Interaktionsmuster Jugendlicher in Präventionskursen, von Meinungsführern bis Rebellen. Was die Absage an die „Illusion der Zielgruppen-Homogenität“ für die Praxis bedeutet.
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